
Stablecoins in Schwellenländern: Standard Chartered erwartet Verlagerung von 1 Billion Dollar bis 2028
Stablecoins könnten in den nächsten drei Jahren bis zu eine Billion US-Dollar aus Banken in Schwellenländern abziehen. Das schätzt die britische Bank Standard Chartered in einem Bericht vom Oktober 2025. Die in Stablecoins gehaltenen Ersparnisse in diesen Ländern könnten von heute rund 173 Milliarden Dollar auf etwa 1,22 Billionen Dollar bis Ende 2028 steigen.
Warum Menschen wechseln
Rund 99 Prozent aller Stablecoins sind an den US-Dollar gekoppelt. In Ländern mit hoher Inflation oder schwacher Währung bieten sie eine einfache Möglichkeit, in Dollar zu sparen – ohne Bankkonto im Ausland. „Die Rückzahlung des Kapitals ist wichtiger als die Rendite auf das Kapital“, schreibt die Bank: Für viele Menschen zählt der Werterhalt mehr als Zinsen.
Welche Länder betroffen sind
Standard Chartered nennt 16 besonders gefährdete Länder, darunter Ägypten, Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka, Kenia, Marokko, die Türkei, Indien, Brasilien und Südafrika. Selbst auf dem geschätzten Niveau würden Stablecoins nur etwa zwei Prozent der Bankeinlagen in diesen Ländern ausmachen.
Stablecoins und Bitcoin
In vielen Schwellenländern ergänzen sich Stablecoins und Bitcoin. Stablecoins werden für Alltagszahlungen, Löhne und Überweisungen genutzt, weil ihr Wert stabil bleibt. Bitcoin dient oft als langfristiger Wertspeicher, der von keinem Herausgeber abhängt.
Gut zu wissen
Ein Stablecoin ist nur so verlässlich wie sein Herausgeber und dessen Reserven. Zudem schränken manche Regierungen die Nutzung ausländischer Digital-Dollar ein. Prüfe, welche Regeln in deinem Land gelten, und bewahre dein Guthaben in einem Wallet auf, das du selbst kontrollierst.









