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Japan: Lightning-Start-up sammelt 800 Millionen Yen ein – komplett in Bitcoin bezahlt

Published on
6 Nov., 2026 | 07:42
Zahlung per Smartphone an einer Ladentheke in einer Tokioter Gasse mit Laternen, Bitcoin-Münze und Lightning-Symbol
Image: AI-generated for bitcoin24.com
Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Japan: Lightning-Start-up sammelt 800 Millionen Yen ein – komplett in Bitcoin bezahlt

Das Tokioter Unternehmen Japan Bitcoin Industry hat rund 800 Millionen Yen, umgerechnet etwa 5 Millionen US-Dollar, eingesammelt, um Bitcoin-Zahlungen über das Lightning-Netzwerk in Japan auszubauen. Ungewöhnlich: Die Investoren zahlten den gesamten Betrag in Bitcoin statt in Yen. Das Geld fließt in Zahlungsinfrastruktur für Händler, mehr Liquidität für Lightning-Zahlungen und die Ausbildung von Entwicklern.

Was angekündigt wurde

Laut Pressemitteilung vom 28. Oktober gab Japan Bitcoin Industry neue Aktien im Wert von 800.043.580 Yen an zwei Investoren aus: Fulgur LLC, den japanischen Ableger des auf Lightning spezialisierten Investors Fulgur Ventures, und ANAP Lightning Capital, eine Tochter der an der Tokioter Börse notierten ANAP Holdings. Die Einlage erfolgte in Bitcoin, die Zahlung war für den 2. November angesetzt. Zudem schloss das Unternehmen eine Geschäftspartnerschaft mit ANAP Lightning Capital, um Bitcoin in Lightning-Zahlungskanäle einzubringen.

Was das Unternehmen baut

Japan Bitcoin Industry wurde im November 2024 gegründet und betreibt seit rund zwei Jahren Lightning-Nodes. Das wichtigste Produkt ist Aurora, ein Zahlungsdienst, den Unternehmen über eine Programmierschnittstelle (API) einbinden können. Er richtet sich vor allem an japanische Händler, die an Kunden im Ausland verkaufen – etwa Anime und andere digitale Inhalte, ein Markt, der laut Unternehmen 2024 im Ausland 2,17 Billionen Yen umfasste. Jeder Händler betreibt eine eigene Lightning-Node; das Unternehmen kümmert sich um Betrieb, Liquidität und Buchhaltung, verwahrt nach eigenen Angaben aber nie selbst das Geld der Kunden. Über die Plattform UseBitcoin.jp lassen sich bereits japanische Gutscheinkarten mit Lightning kaufen.

Warum das für den Alltag zählt

Internationale Kartenzahlungen sind für kleine Händler oft teuer und nicht überall verfügbar. Lightning-Zahlungen kommen in Sekunden an, kosten Bruchteile eines Cents und funktionieren grenzüberschreitend ohne zwischengeschaltetes Kartennetzwerk. Damit das reibungslos läuft, muss genug Bitcoin in den Zahlungskanälen liegen – genau dafür ist das neue Geld gedacht. Dass die Investoren in Bitcoin zahlten, zeigt, dass die Mittel im Lightning-Netzwerk bleiben sollen, statt umgetauscht zu werden.

Was man beachten sollte

Japan gehört zu den strengsten Kryptomärkten der Welt, und das Unternehmen sieht sein nicht-verwahrendes Modell selbst als Vorteil gegenüber der Regulierung. Wie viele Händler Aurora tatsächlich nutzen werden, muss sich noch zeigen. Ähnliche Projekte gibt es bereits anderswo – etwa Square in den USA oder die Gemeinschaftsprojekte aus unserem Beitrag Lightning im Alltag.

Quellen

  1. PR Times – Pressemitteilung von Japan Bitcoin Industry (28.10.2026, jap.)
  2. Startup Researcher – Japan Bitcoin Industry raises 800 million yen in bitcoin (28.10.2026, engl.)
  3. Bitcoin Magazine – Japanese Bitcoin Industry launches Aurora (27.08.2026, engl.)
Live Bitcoin price illustration with upward chart and Bitcoin logo – bitcoin24.com
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Source: CoinGecko