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Krypto in Afrika südlich der Sahara: Inflation, Auslandsüberweisungen und Selbstverwahrung treiben die Nutzung

Published on
15 Sep., 2025 | 19:59
Kleiner solarbetriebener Kiosk in Afrika, an dem Menschen mit dem Handy bezahlen
Image: AI-generated for bitcoin24.com
Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Krypto in Afrika südlich der Sahara: Inflation, Auslandsüberweisungen und Selbstverwahrung treiben die Nutzung

Afrika südlich der Sahara hat die kleinste Krypto-Wirtschaft aller Weltregionen – aber eine der dynamischsten. Inflation, teure Auslandsüberweisungen und begrenzter Zugang zu Banken machen Bitcoin und Stablecoins für viele Menschen zu einem praktischen Werkzeug. Zwei Chainalysis-Berichte aus den Jahren 2025 und 2026 zeigen, wie sich diese Nutzung entwickelt. Erstmals veröffentlicht im September 2025, aktualisiert im November 2026.

2025: starkes Wachstum, Nigeria vorn

Laut Chainalysis-Daten, zusammengefasst von Ecofin Agency, stiegen die Krypto-Transaktionen in der Region zwischen Juli 2024 und Juni 2025 um 52 % auf rund 205 Milliarden US-Dollar. Nigeria war mit Abstand der größte Markt. Stablecoins machten einen großen Teil des Volumens aus – als Ersatz für den US-Dollar, wo der Zugang zu Devisen eingeschränkt ist. Gleichzeitig unterstützten Stablecoin-Überweisungen in Millionenhöhe zunehmend den Handel mit dem Nahen Osten und Asien.

2026: Südafrika überholt Nigeria

Der neueste Chainalysis-Bericht vom 29. Oktober 2026 umfasst den Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026. Er beziffert die Krypto-Wirtschaft der Region auf 101 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 13,4 % – das schnellste Wachstum aller Regionen. Die Zahlen beruhen auf einer anderen Berechnung als 2025 und lassen sich nicht direkt vergleichen.

  • Südafrika: 39,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 52 %, mit Wachstum in allen Kategorien.
  • Nigeria: 38,1 Milliarden US-Dollar, ein Minus von 3 %. Die Aktivität auf inländischen Börsen wuchs, während grenzüberschreitende Zahlungen direkt zwischen Nutzern zurückgingen.
  • Ghana und Senegal: starkes Wachstum von 80 % bzw. 215 %, von niedrigerem Niveau aus.

Was die Daten über Bitcoin sagen

Stablecoins gewinnen weiter an Bedeutung, vor allem bei Auslandsüberweisungen. Für kleine Alltagsüberweisungen bleibt Bitcoin wichtig: In Nigeria entfallen 92 % der inländischen Überweisungen unter 10.000 US-Dollar auf Bitcoin. Bemerkenswert ist, dass fast ein Drittel des in der Region empfangenen Werts – 32,3 % – in die eigene Verwahrung geht, der höchste Anteil weltweit. Viele Nutzer halten ihre Coins also in eigenen Wallets statt auf Börsen.

Warum das wichtig ist

In Afrika südlich der Sahara geht es bei Krypto weniger um Spekulation als um Alltagsprobleme: Ersparnisse vor Inflation schützen, Geld günstiger über Grenzen schicken und Zugang zu Werten in US-Dollar erhalten. Mehr zur Alltagsnutzung in unserem Beitrag Bitcoin-Zahlungen kommen im Alltag Afrikas an.

Quellen

  1. Ecofin Agency – Sub-Saharan Africa crypto transactions up 52% to $205B (13.09.2025, engl.)
  2. Chainalysis – South Africa leads Sub-Saharan Africa's crypto growth (29.10.2026, engl.)
Live Bitcoin price illustration with upward chart and Bitcoin logo – bitcoin24.com
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Source: CoinGecko