
Hashrate-Verlagerung nach dem Halving: Paraguay wird neuer Mining-Hotspot
Seit dem Halving im April 2024 erhalten Miner pro Block nur noch halb so viele neue Bitcoin. Viele Unternehmen ziehen daher dorthin, wo Strom günstig und sauber ist. Paraguay ist einer der wichtigsten neuen Standorte – dank seines großen Überschusses an Wasserkraft.
HIVE kauft Standort in Yguazú
Im Januar 2025 kündigte das kanadische Mining-Unternehmen HIVE Digital Technologies an, von Bitfarms einen teilweise fertiggestellten 200-Megawatt-Standort in Yguazú, Paraguay, für 56 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Zusammen mit einem weiteren Projekt plant HIVE rund 300 Megawatt Kapazität in Paraguay, vollständig mit Wasserkraft betrieben.
Ehrgeizige Ziele
Mit dem Ausbau will HIVE seine Rechenleistung bis September 2025 von rund 6 auf 25 Exahash pro Sekunde steigern. Laut CEO Frank Holmes entspräche das etwa 3 Prozent des weltweiten Bitcoin-Mining-Netzwerks.
Warum Paraguay?
Paraguay erzeugt mit Wasserkraft weit mehr Strom, als es verbraucht – vor allem durch die großen Staudämme am Fluss Paraná. Miner können diesen Überschuss zu günstigen Preisen kaufen, während das Land an Energie verdient, die sonst billig exportiert würde oder ungenutzt bliebe.
Kritikpunkte
Kritiker warnen, dass dafür das Stromnetz ausgebaut werden muss und die Kosten nicht bei den Haushalten landen dürfen. Auch illegale Mining-Betriebe, die Strom abzapfen, ohne zu zahlen, haben in der Vergangenheit Probleme verursacht. Klare Regeln entscheiden darüber, ob das Mining dem Land langfristig nützt.









